Kurzüberblick
Glutathion (GSH) ist das Tripeptid γ-Glu-Cys-Gly, das häufigste niedermolekulare Thiol in Zellen und das Referenzmolekül des Redox-Gleichgewichts. In der Forschung werden das Verhältnis GSH/GSSG, die Aktivität der Glutathionperoxidasen und S-Transferasen sowie die S-Glutathionylierung von Proteinen untersucht.
- Untypische γ-Peptidbindung, beständig gegenüber gängigen Peptidasen
- Die freie Thiolgruppe des Cysteins trägt die Redox-Aktivität
- Oxidiert in Lösung zu GSSG, Lösung frisch ansetzen
- 1 500 mg Lyophilisat, angegebene Reinheit ≥ 98 % HPLC
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Übersicht
Glutathion (GSH) ist das Tripeptid γ-L-Glutamyl-L-cysteinyl-glycin, Summenformel C10H17N3O6S, 307,3 Da, CAS 70-18-8. In Zellen ist es das häufigste niedermolekulare Thiol, vorhanden in millimolaren Konzentrationen, und in der Forschung dient es als Referenzmolekül des Redox-Gleichgewichts: Das Verhältnis der reduzierten Form GSH zum oxidierten Disulfid GSSG ist ein etablierter Indikator des Redox-Zustands der Zelle. Molequa® bietet es als Lyophilisat 1 500 mg mit angegebener Reinheit ≥ 98 % HPLC an, ausschließlich für die Laborforschung.
Was Glutathion ist und woher es stammt
Glutathion ist kein Designermolekül aus dem Katalog, sondern das eigene Tripeptid jeder kernhaltigen Zelle. Es besteht aus drei gewöhnlichen Aminosäuren, Glutaminsäure, Cystein und Glycin, und die Zelle synthetisiert es selbst; deshalb finden Sie es in millimolaren Konzentrationen in jedem Gewebe (Übersicht Forman 2009).
Stellen Sie sich die Zelle als Werkstatt vor, in der bei jeder Arbeit mit Sauerstoff Funken fliegen, die reaktiven Sauerstoffspezies. Glutathion ist der Wassereimer an jedem Arbeitsplatz: Beim Löschen wird er selbst „verbraucht” (zu GSSG oxidiert) und anschließend wieder gefüllt (zurück zu GSH reduziert). Das Verhältnis voller zu leerer Eimer ist das, was der Forscher als Verhältnis GSH/GSSG misst.
Was wir über die Struktur wissen und was nicht
Die Struktur von Glutathion ist völlig eindeutig, ein angenehmer Unterschied zu vielen Forschungspeptiden. Zwei Dinge machen sie besonders:
- Die γ-Peptidbindung. Die Glutaminsäure ist nicht über die gewöhnliche α-Carboxylgruppe an Cystein gebunden, sondern über die Carboxylgruppe der Seitenkette (Position γ). Diese untypische Bindung ist gegenüber gängigen Peptidasen beständig, deshalb überlebt Glutathion in der Zelle lange genug.
- Die freie Thiolgruppe (–SH) des Cysteins. Träger der Redox-Aktivität: Das Thiol gibt ein Elektron ab, zwei GSH-Moleküle verbinden sich über eine Disulfidbrücke, und es entsteht oxidiertes Glutathion GSSG.
| Molekül | Struktur | Rolle in der Forschung | Was gemessen wird |
|---|---|---|---|
| GSH (reduziertes Glutathion) | Tripeptid γ-Glu-Cys-Gly, 307,3 Da, freie Thiolgruppe –SH | Elektronendonor, Substrat der Glutathionperoxidasen und S-Transferasen, Quelle der S-Glutathionylierung | GSH-Konzentration, Thiolgehalt, Verhältnis GSH/GSSG |
| GSSG (oxidiertes Glutathion) | Zwei GSH-Moleküle, verbunden über eine Disulfidbrücke –S–S– | Produkt der GSH-Oxidation, Indikator der oxidativen Belastung | GSSG-Konzentration, Verhältnis GSH/GSSG |
| N-Acetylcystein (NAC) | Acetyliertes L-Cystein, Derivat einer einzelnen Aminosäure, kein Peptid | Cysteinquelle für die zelluläre GSH-Synthese, Thiol-Reduktionsmittel | Thiolgehalt, Cystein, anschließend GSH in Zellen |
Was wir beim Molequa®-Produkt noch nicht wissen, sind die Daten der konkreten Charge: die gemessene HPLC-Reinheit und die per LC-MS bestätigte Masse. Die erste Charge ist noch nicht auf Lager, deshalb finden Sie hier nur angegebene Werte (≥ 98 % HPLC) und Datenbankwerte (307,3 Da); die gemessenen Zahlen ergänzen wir am Tag der Einlagerung.
Mechanismus: was Glutathion in der Zelle tut
Antioxidativer Schutz (Glutathionperoxidasen)
Glutathionperoxidasen reduzieren Wasserstoffperoxid und Lipidperoxide mit Elektronen aus zwei GSH-Molekülen; es entsteht GSSG, das die Zelle zurückreduziert. Deshalb spiegelt das Verhältnis GSH/GSSG die oxidative Belastung so empfindlich wider: Wenn Peroxide zunehmen, leeren sich die Eimer schneller, als sie gefüllt werden (Forman 2009, PubMed 18796312).
Konjugation von Xenobiotika (Glutathion-S-Transferasen)
Glutathion-S-Transferasen binden Glutathion über die Thiolgruppe an körperfremde elektrophile Moleküle; das Konjugat ist besser wasserlöslich, und die Zelle kann es ausscheiden. Ein klassisches Forschungsmodell des Fremdstoffmetabolismus.
Redox-Signalgebung und S-Glutathionylierung von Proteinen
Das Verhältnis GSH/GSSG und der Zustand der Thiolgruppen in Proteinen wirken auch als Signal, das die Aktivität von Enzymen und Transkriptionsfaktoren verändert (Lushchak 2012, PubMed 22500213). Unter oxidativer Belastung bindet Glutathion zudem reversibel über ein Disulfid an Cysteine von Proteinen; diese S-Glutathionylierung schützt empfindliche Cysteine vor irreversibler Oxidation und lässt sich proteomisch kartieren.
Erforschte Bereiche
Das Molequa®-Lyophilisat ist das Molekül selbst, keine Zelle: Es wird dort eingesetzt, wo GSH als definierte Substanz benötigt wird, also als Standard, Substrat oder Reduktionsmittel. Typische Fragen:
- Messung des Redox-Zustands: Verhältnis GSH/GSSG in Zellen, Geweben und Blutfraktionen, Validierung von HPLC- und enzymatischen Methoden (Forman 2009).
- In-vitro-Modelle oxidativer Belastung: Ob sich die Zugabe von GSH zum Medium im intrazellulären Verhältnis GSH/GSSG niederschlägt, ist eine experimentelle Frage, keine Eigenschaft des Produkts.
- Enzymologie und analytische Chemie der Thiole: Kinetik der Glutathionperoxidasen und S-Transferasen mit GSH als Substrat, Stabilität von GSH in Lösung bei unterschiedlichem pH und Sauerstoffzutritt, Vergleich mit N-Acetylcystein.
Glutathion kaufen: worauf Sie achten sollten
Beim Kauf von Glutathion für die Forschung entscheiden fünf Dinge: das Analysenzertifikat zur konkreten Charge, die mit Chromatogramm belegte HPLC-Reinheit, die per LC-MS bestätigte Identität (307,3 Da), die Lyophilisatform anstelle einer Lösung und der Versand aus der EU mit Rückverfolgbarkeit der Charge. Ein Vial mit 1 500 mg kostet in der EU 39,99 bis 59 €. Molequa® bietet es für 53,90 € (0,04 € pro mg) an und bis zur Einlagerung der ersten Charge ausschließlich als Reservierung ohne Zahlung.
1. HPLC-Reinheit ≥ 98 % mit Chromatogramm belegt
Die Reinheit sagt, welcher Anteil des Pulvers die Hauptkomponente ist. Bei Glutathion fragen Sie auch, ob sie sich auf die reduzierte Form GSH bezieht, denn oxidiertes GSSG ist die natürlichste Verunreinigung. Ein Wert ohne Chromatogramm ist eine Behauptung, kein Nachweis.
2. Analysenzertifikat zur konkreten Charge
Ein Dokument mit Chargennummer, Datum und gemessenem Wert, erstellt von einem unabhängigen Labor. Zeigt ein Anbieter nur ein generisches Muster oder ein Zertifikat „auf Anfrage”, kaufen Sie dort nicht.
3. LC-MS-Identität, 307,3 Da
Das Massenspektrum bestätigt, dass im Pulver das Tripeptid mit der Masse 307,3 Da ist und keine andere Thiolverbindung. Ein Zertifikat ohne Identität ist unvollständig.
4. Herkunft und EU-Versand mit Rückverfolgbarkeit der Charge
Ein Lager in der EU bedeutet kürzere Transportwege, keine Zollrisiken und eine Charge, die Sie rückverfolgen können. Molequa® versendet aus der EU, in der Regel innerhalb von 1 bis 3 Werktagen nach der Einlagerung.
5. Korrekte Lieferform: Lyophilisat, niemals Lösung
GSH oxidiert in Lösung zu GSSG, schneller bei neutralem bis alkalischem pH, Sauerstoffzutritt und Metallionen, sodass eine fertige Lösung am Tag der Lieferung ein unbekanntes Verhältnis GSH/GSSG hat. Hochwertiges Glutathion wird als Lyophilisat geliefert, und die Lösung setzen Sie frisch unmittelbar vor dem Experiment an.
Qualität in 30 Sekunden prüfen
- ✅ CoA zur Charge öffentlich einsehbar?
- ✅ HPLC-Reinheit ≥ 98 % mit Chromatogramm belegt?
- ✅ Identität durch LC-MS mit der Masse 307,3 Da bestätigt?
- ✅ EU-Lager und Rückverfolgbarkeit der Charge?
- ✅ Lieferung als Lyophilisat, nicht als fertige Lösung?
Alle Molequa®-Chargen erhalten ein Analysenzertifikat eines unabhängigen Labors noch vor dem Verkauf; bei Glutathion wird es im Abschnitt Chargen-Testergebnisse bei der Einlagerung der ersten Charge veröffentlicht.
Rechtlicher Hinweis: Glutathion von Molequa® ist eine Laborchemikalie für die Forschung, kein Arzneimittel und kein Nahrungsergänzungsmittel. Es wird ausschließlich für die wissenschaftliche Laborforschung verkauft und ist nicht für den menschlichen oder tierischen Verzehr bestimmt; die zitierten Supplementierungsstudien betrafen Nahrungsergänzungsmittel, nicht dieses Produkt.
Wissenschaft & Studien
Die Literatur zu Glutathion hat zwei Ebenen. Die erste sind biochemische Übersichten zu seinen Rollen, seiner Messung und Biosynthese (Forman 2009, Lushchak 2012). Die zweite sind Humanstudien zur oralen Supplementierung mit einem Nahrungsergänzungsmittel (Richie 2015, Allen 2011, Sinha 2018). Die zweite Ebene betrifft das Labor-Lyophilisat von Molequa® nicht. Wir führen sie als Fakten der Literatur mit Zahlen an, nicht als Versprechen.
4.1 Wichtige Publikationen
Die Biochemie decken zwei Übersichten ab, Forman 2009 und Lushchak 2012. Die drei Humanarbeiten sind Studien zu einem Nahrungsergänzungsmittel: Sie gehören hierher als die meistzitierten Humandaten zu Glutathion, über das Molequa®-Produkt sagen sie nichts aus.
| Studie | Jahr | n | Form und Dosis | Dauer | Ergebnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Richie et al., Eur J Nutr, PubMed 24791752 | 2015 | 54 | orales GSH, 250 oder 1 000 mg/Tag | 6 Monate | bei 1 000 mg/Tag GSH-Vorräte im Blut um 30–35 % höher (Erythrozyten, Plasma, Lymphozyten) |
| Allen & Bradley, J Altern Complement Med, PubMed 21875351 | 2011 | 40 | orales GSH, 500 mg zweimal täglich | 4 Wochen | keine Veränderung der Biomarker für oxidativen Stress |
| Sinha et al., Eur J Clin Nutr, PubMed 28853742 | 2018 | – | liposomales GSH, 500 oder 1 000 mg/Tag | 1 Monat | höhere GSH-Vorräte und Marker der Immunfunktion (NK-Zytotoxizität) |
Die Stichprobengröße bei Sinha 2018 geben wir nicht an, bis wir sie im Volltext überprüft haben; keine dieser Zahlen ist eine Anleitung.
4.2 Detaillierte ausklappbare Studien
▸ Studie 1: Forman 2009, Übersicht zu Rollen, Messung und Biosynthese
Zitat: Forman H.J., Zhang H., Rinna A. Glutathione: overview of its protective roles, measurement, and biosynthesis. Mol Aspects Med. 2009. PubMed 18796312.
Was sie taten: Eine Übersicht der Glutathion-Biochemie von der Biosynthese über den antioxidativen Schutz und die Konjugation von Xenobiotika bis zu den Methoden der Messung von GSH und GSSG.
Was sie fanden: Glutathion ist das häufigste niedermolekulare Thiol in der Zelle in millimolaren Konzentrationen. Das Verhältnis GSH/GSSG sagt nur dann etwas über den Redox-Zustand aus, wenn GSH während der Probenvorbereitung nicht oxidiert.
Warum es für die Forschung mit GSH relevant ist: Die methodische Grundlage für die Messung von Glutathion wie für seine Verwendung als Standard. Bedingungen, die eine Probe entwerten, entwerten auch eine Lösung des Lyophilisats.
▸ Studie 2: Lushchak 2012, Homöostase und Funktionen
Zitat: Lushchak V.I. Glutathione homeostasis and functions: potential targets for medical interventions. J Amino Acids. 2012. PubMed 22500213.
Was sie taten: Eine Übersicht darüber, wie die Zelle den Glutathionspiegel im Gleichgewicht hält und welche Funktionen daraus folgen, einschließlich Redox-Signalgebung und S-Glutathionylierung.
Was sie fanden: Der GSH-Spiegel ist das Ergebnis mehrerer gleichzeitiger Flüsse, kein statischer Wert. Eine Verschiebung des Redox-Zustands verändert die Aktivität von Enzymen und Transkriptionsfaktoren, Glutathion ist also auch ein Signalmolekül.
Warum es für die Forschung mit GSH relevant ist: Sie erklärt, warum die Zugabe von GSH zu einem System kein einfaches Ergebnis haben muss: Die Zelle hat ihre eigene Homöostase und reagiert auf die Veränderung, deshalb wird mehr als eine Größe gemessen.
▸ Studie 3: Richie 2015, randomisierte Studie zu einem oralen Supplement
Zitat: Richie J.P. Jr., et al. Randomized controlled trial of oral glutathione supplementation on body stores of glutathione. Eur J Nutr. 2015. PubMed 24791752.
Was sie taten: Randomisierte kontrollierte Studie bei 54 Erwachsenen: orales Glutathion als Nahrungsergänzungsmittel, 250 oder 1 000 mg täglich über 6 Monate; GSH-Vorräte in Erythrozyten, Plasma und Lymphozyten.
Was sie fanden: Bei 1 000 mg täglich waren die GSH-Vorräte im Blut nach 6 Monaten in allen drei Fraktionen um 30–35 % höher.
Warum es für die Forschung mit GSH relevant ist: Eine Studie zu einem Nahrungsergänzungsmittel am Menschen, nicht zu einem Labor-Lyophilisat; das Molequa®-Produkt ist nicht für den menschlichen Verzehr bestimmt. Methodisch zeigt sie, wo GSH-Vorräte gemessen werden und welchen Zeithorizont das erfordert.
▸ Studie 4: Allen 2011 und Sinha 2018, zwei kürzere Studien mit gegensätzlichem Ergebnis
Zitat: Allen J., Bradley R.D. Effects of oral glutathione supplementation on systemic oxidative stress biomarkers in human volunteers. J Altern Complement Med. 2011. PubMed 21875351. Sinha R., et al. Oral supplementation with liposomal glutathione elevates body stores of glutathione and markers of immune function. Eur J Clin Nutr. 2018. PubMed 28853742.
Was sie taten: Allen 2011: 40 Freiwillige, orales Glutathion als Nahrungsergänzungsmittel, 500 mg zweimal täglich über 4 Wochen, Biomarker für oxidativen Stress. Sinha 2018: liposomales Glutathion 500 oder 1 000 mg täglich über 1 Monat, GSH-Vorräte und Marker der Immunfunktion.
Was sie fanden: Allen 2011: keine Veränderung der Biomarker, eine negative Studie. Sinha 2018: GSH-Vorräte und Zytotoxizität der NK-Zellen nach einem Monat höher.
Warum es für die Forschung mit GSH relevant ist: Wieder Studien zu einem Nahrungsergänzungsmittel am Menschen. Zwei ähnlich kurze Arbeiten mit gegensätzlichem Schluss zeigen, dass die gemessene Größe und die Darreichungsform entscheiden (freies versus liposomales GSH); das Molequa®-Lyophilisat ist nicht liposomal.
Lagerung
Lagern Sie das Glutathion-Lyophilisat bei 2–8 °C, trocken und dunkel, in einem fest verschlossenen Vial. Setzen Sie die Lösung frisch in Wasser oder Puffer an und verwenden Sie sie am Tag der Zubereitung: In Lösung oxidiert GSH zu GSSG, und zwar schneller bei neutralem bis alkalischem pH, bei Sauerstoffzutritt und in Gegenwart von Metallionen. Bakteriostatisches Wasser mit Benzylalkohol ist nicht erforderlich.
Lyophilisat (Trockenpulver vor der Rekonstitution)
- Kühlschrank bei 2 bis 8 °C ist der Standard, genau wie es das Etikett angibt; Gefrierschrank bei −20 °C für die Langzeitlagerung, wenn Sie das Vial nicht öffnen werden. Raumtemperatur nur für Transport und Handhabung.
- Vor Licht und Feuchtigkeit schützen. Feuchtigkeit ist bei einem Thiol ein größerer Feind als Wärme, denn mit dem Wasser kommen Sauerstoff und Oxidation.
Nach der Rekonstitution (Lösung in Wasser oder Puffer)
- Am Tag der Zubereitung verwenden. Eine Glutathionlösung ist kein Vorrat, sondern ein Arbeitsreagenz. Saures Milieu verlangsamt die Oxidation, alkalisches Milieu und Metallionen beschleunigen sie; verwenden Sie einen Puffer ohne Metallionen und halten Sie die Lösung auf Eis.
- Die Oxidation sehen Sie nicht. GSH wie GSSG bilden eine klare, farblose Lösung, das Aussehen ist also kein Beweis für Frische; der einzige Beweis sind die Zeit seit dem Ansetzen und eine Messung.
Praktische Regeln
- Lassen Sie das Vial vor dem Öffnen auf Raumtemperatur erwärmen (15 bis 20 Minuten), sonst kondensiert Feuchtigkeit auf dem Pulver.
- Bei 1 500 mg in einem Vial nicht unnötig öffnen: Wiegen Sie ab, was Sie brauchen, und verschließen Sie sofort; bei wiederholter Arbeit teilen Sie das Lyophilisat gleich nach dem ersten Öffnen auf kleinere trockene Vials auf.
- Lösungen von NAD+ oder GHK-Cu niemals in ein gemeinsames Vial mit GSH mischen. GSH ist ein Reduktionsmittel, und Kupferionen beschleunigen die Oxidation des Thiols.
Stacking-Tipps, häufig kombinierte Peptide
Glutathion gehört im Forschungsdesign zu den Molekülen der Redox- und Mitochondrienachse: NAD+ als zweites großes Redoxpaar der Zelle und MOTS-c für die Mitochondrien als Hauptquelle reaktiver Sauerstoffspezies. Kombination bedeutet parallele Arme eines Experiments, niemals eine gemeinsame Lösung: GSH ist ein Reduktionsmittel und reagiert in einem Vial mit NAD+ oder mit dem kupferhaltigen GHK-Cu.
NAD+, das zweite Redoxpaar
Die Zelle hat zwei große Redoxpaare, NAD+/NADH und GSH/GSSG, und sie sind verknüpft: Die Rückführung von GSSG zu GSH bezieht Reduktionsäquivalente aus den Nicotinamid-Coenzymen, deshalb werden beide Achsen parallel gemessen. Ins Vial gehören sie jedoch getrennt.
MOTS-c, die mitochondriale Quelle der Belastung
Mitochondrien sind die Hauptquelle reaktiver Sauerstoffspezies in der Zelle und haben einen eigenen Glutathionpool. MOTS-c zielt auf den mitochondrialen Stoffwechsel, Glutathion fängt dessen Nebenprodukte ab; das Paar ergibt Sinn in Modellen der Beziehung zwischen Stoffwechsel und Redox-Zustand.
GHK-Cu, Vorsicht mit Kupfer
GHK-Cu ist ein Tripeptid mit gebundenem Kupfer(II)-Ion, und Kupferionen beschleunigen die Oxidation von Thiolen. Wenn Sie beide Peptide in einem Projekt untersuchen, halten Sie sie in getrennten Lösungen und geben Sie sie getrennt in das System.
Wichtige wissenschaftliche Daten und Zitate
Alle Zahlen auf dieser Seite stammen aus zwei Übersichten zur Glutathion-Biochemie, aus drei Humanstudien zu einem Nahrungsergänzungsmittel, aus der Datenbank PubChem und aus den Produktparametern. Die Zahlen der Humanstudien sind Fakten der Literatur, keine Eigenschaften des Molequa®-Lyophilisats, und keine davon ist eine Gebrauchsanleitung.
“Glutathione: overview of its protective roles, measurement, and biosynthesis.”
Forman HJ., Zhang H., Rinna A. (2009), Mol Aspects Med, PubMed 18796312
Tabelle der wichtigsten Zahlen
| Angabe | Wert | Quelle |
|---|---|---|
| Sequenz und Formel | γ-Glu-Cys-Gly, C10H17N3O6S | PubChem |
| Molekulargewicht, CAS | 307,33 Da, 70-18-8 | PubChem |
| Orales Supplement 1 000 mg/Tag, 6 Monate (n = 54) | GSH-Vorräte im Blut +30–35 % | Richie 2015, PubMed 24791752 |
| Orales Supplement 500 mg 2× täglich, 4 Wochen (n = 40) | keine Veränderung der Biomarker für oxidativen Stress | Allen 2011, PubMed 21875351 |
| Liposomales Supplement 500 oder 1 000 mg/Tag, 1 Monat | höhere GSH-Vorräte und NK-Zytotoxizität | Sinha 2018, PubMed 28853742 |
| Molequa®-Vial | 1 500 mg Lyophilisat, ≥ 98 % HPLC, 53,90 € (0,04 €/mg) | Produktparameter |
| Marktpreis für 1 500 mg in der EU | 39,99 bis 59 € pro Vial | Marktübersicht, November 2026 |
Statistiken aus der Forschungsliteratur
- Humanstudien zu einem Nahrungsergänzungsmittel: Richie 2015 (n = 54, 6 Monate) +30–35 % GSH-Vorräte im Blut; Allen 2011 (n = 40, 4 Wochen) keine Veränderung der Biomarker für oxidativen Stress; Sinha 2018 (1 Monat) höhere GSH-Vorräte und NK-Zytotoxizität
- Direkte Messungen des Molequa®-Lyophilisats: bisher keine; der erste gemessene Wert wird das Analysenzertifikat der ersten Charge sein
Referenzquellen (PubMed)
- Forman HJ., Zhang H., Rinna A. (2009). “Glutathione: overview of its protective roles, measurement, and biosynthesis.” Mol Aspects Med. PubMed 18796312
- Lushchak VI. (2012). “Glutathione homeostasis and functions: potential targets for medical interventions.” J Amino Acids. PubMed 22500213
- Richie JP Jr. et al. (2015). “Randomized controlled trial of oral glutathione supplementation on body stores of glutathione.” Eur J Nutr. PubMed 24791752
- Allen J., Bradley RD. (2011). “Effects of oral glutathione supplementation on systemic oxidative stress biomarkers in human volunteers.” J Altern Complement Med. PubMed 21875351
- Sinha R. et al. (2018). “Oral supplementation with liposomal glutathione elevates body stores of glutathione and markers of immune function.” Eur J Clin Nutr. PubMed 28853742
Produktstatus: Glutathion von Molequa® ist eine Laborchemikalie ausschließlich für die wissenschaftliche Forschung (RUO), kein Arzneimittel und kein Nahrungsergänzungsmittel; es ist nicht für den menschlichen oder tierischen Verzehr bestimmt.
Häufig gestellte Fragen zu Glutathion
Diese Fragen beantworten die häufigsten Suchanfragen zu Glutathion im Forschungskontext: um welches Molekül es sich handelt, wie sich GSH von GSSG und von N-Acetylcystein unterscheidet, was die Humanstudien zu einem Nahrungsergänzungsmittel sagen und wie mit dem Lyophilisat gearbeitet wird. Für die technische Dokumentation siehe die obigen Abschnitte.
Was ist Glutathion und warum wird es als Tripeptid bezeichnet?
Glutathion (GSH) ist das Tripeptid γ-L-Glutamyl-L-cysteinyl-glycin, C10H17N3O6S, 307,3 Da, CAS 70-18-8. Glutamat ist über eine untypische γ-Peptidbindung an Cystein gebunden, die gegenüber gängigen Peptidasen beständig ist, und die freie Thiolgruppe des Cysteins trägt die Redox-Aktivität. In Zellen ist es das häufigste niedermolekulare Thiol.
Was ist der Unterschied zwischen GSH und GSSG?
GSH ist die reduzierte Form mit freier Thiolgruppe, GSSG das oxidierte Disulfid, in dem zwei GSH-Moleküle über eine –S–S–-Brücke verbunden sind. Das Verhältnis GSH/GSSG ist ein etablierter Indikator des Redox-Zustands der Zelle (Forman 2009, PubMed 18796312). In Lösung wandelt sich GSH spontan in GSSG um, deshalb werden Lösungen frisch angesetzt.
Was sagen die Studien zu oralem Glutathion am Menschen?
Es handelt sich um Studien zu einem Nahrungsergänzungsmittel, nicht zu einem Labor-Lyophilisat. Richie 2015 (n = 54): 1 000 mg/Tag über 6 Monate, GSH-Vorräte im Blut um 30–35 % höher. Allen 2011 (n = 40): 500 mg zweimal täglich über 4 Wochen, keine Veränderung der Biomarker für oxidativen Stress. Sinha 2018: liposomales GSH über 1 Monat, höhere GSH-Vorräte und NK-Zytotoxizität. Auf das Molequa®-Produkt sind sie nicht übertragbar.
Warum wird eine Glutathionlösung frisch angesetzt?
Weil GSH in Lösung zu GSSG oxidiert, schneller bei neutralem bis alkalischem pH, Sauerstoffzutritt und Metallionen, und die Oxidation nicht sichtbar ist: GSH wie GSSG bilden eine klare, farblose Lösung. Setzen Sie die Lösung deshalb unmittelbar vor dem Experiment an; bakteriostatisches Wasser ist nicht erforderlich.
Worin unterscheidet sich Glutathion von N-Acetylcystein?
Glutathion ist das fertige Tripeptid mit freiem Thiol. N-Acetylcystein (NAC) ist acetyliertes L-Cystein, das Derivat einer einzelnen Aminosäure, das in Zellmodellen als Cysteinquelle für die eigene GSH-Synthese und als Thiol-Reduktionsmittel dient. In der Forschung werden sie als zwei Wege verglichen, den zellulären Glutathionpool zu beeinflussen.
Wie wird Glutathion gelagert?
Lagern Sie das Lyophilisat bei 2 bis 8 °C, vor Licht und Feuchtigkeit geschützt, in einem fest verschlossenen Vial; langfristig im Gefrierschrank bei −20 °C. Lassen Sie das Vial vor dem Öffnen auf Raumtemperatur erwärmen. Lagern Sie die Lösung nicht, setzen Sie sie frisch an. Die Stabilitätsfristen für die Charge bestätigen wir anhand des Zertifikats.
Wo kann man Glutathion in der EU für die wissenschaftliche Forschung kaufen?
Molequa® bietet Glutathion als Lyophilisat 1 500 mg für 53,90 € (0,04 € pro mg) an, ≥ 98 % HPLC, mit chargenspezifischem Analysenzertifikat nach der Einlagerung; der Marktpreis in der EU liegt bei 39,99 bis 59 €. Bis zur Einlagerung der ersten Charge ist das Produkt eine Reservierung ohne Zahlung. Lieferung per Packeta (Hermes) oder FedEx innerhalb von 3 bis 5 Werktagen nach Deutschland und in die gesamte EU. Ausschließlich für die Laborforschung (RUO).



